Schildkrötendorf Gonfaron Frankreich

Das Village des Tortues in Gonfaron ist zu finden in Südfrankreich, zwischen Marseille und Nizza (ganz grob), in der Nähe von Le Luc an der A57. Ca. 911 km von München, 110 km von Nizza, 43 km von Toulon, 83 km vom Grand Canyon du Verdon.

von unserem Besuch 1998

Mit dem Motorrad in voller Montur durch die Hitze Südfrankreichs. Wir kommen vom Grand Canyon du Verdon und machen einen Tagesausflug nach Gonfaron um zum ersten Mal ein Schildkrötendorf zu besuchen. Tina hat sich schon lange darauf gefreut und nun ist es endlich soweit. Wir genießen die Anfahrt durch die herrliche Landschaft. Irgendwann finden wir dann auch dank der Ausschilderung den Parkplatz vor dem bekannten Schildkrötendorf. Ab zur Kasse und los gehts.

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Gleich hinter der Kasse stoßen wir auf die Krankenstation. Dort werden verletzte Tiere behandelt. Im Freigehege der Krankenstation ist die beeindruckende Arbeit der Tierärzte und Pfleger zu bewundern. Es sind kunstvoll reparierte Panzer und gut versorgte große Wunden zu sehen. Nun geht es weiter von Gehege zu Gehege. Über eine längere Strecke gibt es dann die verschiedenen Exoten zu bewundern. Auch die Wasserschildkröten haben ihre Abteilung

Nach den Exoten und Wasserkrötis folgt der Teil der griechischen Landschildkröten, der mit einem großen abgesicherten Gehege, in dem sich eine große Anzahl Babies befindet, endet. Ein Gitter sichert die Kleinen vor Zugriff. Es herrscht ein schönes Gewimmel in dem Gehege. Wir schauen uns das muntere Treiben eine Weile an. Dann geht es weiter zu den anderen Gehegen. Die Gehege sind alle sehr groß und gut geschützt vor dem Zugriff der Besucher. Es folgen also mehrere Gehege mit Griechen in unterschiedlichstem Alter (immer mit guter Beschriftung am Gehege, damit der Laie auch weiß, was er sich da gerade ansieht). Teilweise war in einzelnen Gehegen gerade Fütterung und die Chance einen Haufen Schildkröten beim Futtern zu bewundern.

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Gemütlich schlenderten wir, als wir eine offizielle Runde beendet hatten, weiter kreuz und quer durch den Park und bestaunten weiter ausführlich die kleinen Krabbler. Wir entdeckten noch ein Jungtier, das auf dem Rücken lag. Wir gingen zum Personal und versuchten zu erklären was wir gesehen haben. Man sagte uns, das es das Tier alleine schaffen muss. Wir sagten, das es schon recht k.o. ist und fragten ob wir es ausnahmsweise drehen dürften. Wir bekamen ein O.K. und machten uns auf den Weg. Der kleine war immer noch am Kämpfen. Ich gab ihm kurz mit einem Finger Hilfestellung und schwubs war er wieder auf den Füßen. Eine gute Tat für diesen Tag vollbracht.

Nach mehreren Stunden machten wir uns wieder auf den Weg, nicht ohne uns noch ein kleines Souvenier auf das Motorrad zu packen. Wir wollen sicherlich bei nächster Gelegenheit mal wieder vorbeisehen.

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