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Die Osteuropatour und das ATIC-Meeting in Opocno Tschechien


2002 und wir beschließen einmal nach Osteuropa zu fahren. Also los. Zuerst fahren wir in die Dolomiten.Läßt sich ja auch schön auf dem Nachmittag erreichen. Gegen Abend sind wir im Fassa-Tal. Nun geht es richtig los. Wir fahren die kurvenreichen Straßen um die Sella zum Grödnerjoch. Dann folgt ein Paß nach dem nächsten. Vorbei an der Marmolada und weiter zu den berümten 3 Zinnen. Von da aus weiter Richtung Tolmezzo und Gemona.

Von Gemona aus, das wir ja schon von einem ATIC-Meeting her kennen, fahren wir über eine kurvige kleine Straße nach

Slowenien

Bovec ist unser Base camp für eine äußerst schöne Tour durch Nordslovenien. Erst einmal entlang dem wunderschönen Fluss Soca Richtung Norden zum Triglav Nationalpark. Am Ende des Tals geht es dann in wilden Serpentinen hinauf zum Vrsic-Paß auf 1612m und weiter hinunter zum bekannten Wintersportort Kranjska Gora. Nun öffnet sich das Tal und es geht weniger kurvig über Jesenice nach Bled. Bled ist wunderschön gelegen an einem See, der die einzige Insel von Slowenien beinhaltet. Auf der Insel steht ein kleines Schloß, ein Wunschschloß. Wir fahren nun den See entlang und ein Stück weiter um zu einer Straße zu gelangen, die zu einem weiteren See führt. Eine kleine Sackgasse am hinteren Ende des Sees führt zu einem Parkplatz und einem kleinen gemütlichen Ausflugsrestaurant. Wir nutzen die Möglichkeit um eine sehr gute Forelle zu Essen.

Wer möchte, kann von hier aus zu einem Wasserfall wandern, wir verzichten dank unserer schweren Stiefel. Über kleinste Straßen, teilweise Schotter kreuzen wir durch die schöne Landschaft und erreichen Tolmin und unser Basecamp.

Von Bovec fahren wir weiter Richtung Süden, wieder über Tolmin und folgen der Hauptstraße durch das Tal immer an der Soca entlang bis Gorizia; ab hier dann weiter ins Landesinnere um nach Lipizza zu gelangen. Dort bewundern wir natürlich die berühmten Pferde. Eine Tropfsteinhöhle in der Nähe hat leider geschlossen. Nach der ausführlichen Pferdeshow machen wir uns wieder auf den Weg und fahren wieder Richtung Küste. Nach einem kurzen Umweg über Italien und Triest erreichen wir

Kroatien

Nun sind wir auf der Halbinsel Istra (Istrien). Wir folgen der Küstenstraße und sind reichlich angeödet von den Touristenorten und Campingplätzen. Die Straße ist auch nicht weiter spannend. Wir kürzen die Tour ein wenig ab und fahren mitten durch zur Ostküste. Diese ist schon etwas spannender und wir erreichen gegen Abend bei zunehmend schlechterem Wetter Opatija um im Matsch unser Zelt aufzustellen. Nunja, wenigstens regnet es da nicht mehr.

Am nächsten Tag kämpfen wir uns durch Rijeka, eine auf den ersten Blick häßlichen Hafenstadt. Wir sind froh, als wir das Gewimmel endlich hinter uns haben und erreichen endlich die schöne Küstenstraße. Auf vielen Kilometern, die nun folgen, gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf das herrlich blaue Meer und auf die gegenüberliegende Insel Krk. Am Nachmittag verschlechtert sich das Wetter wieder. Beim Beginn des folgenden Unwetters erreichen wir eine kleine Pension. Tina kommt noch halbwegs trocken ins Haus, ich werde innerhalb von 5 min klatschnass, als ich unsere Sachen vom Bike hole. Trost gibt es dann am Abend, als wir nach dem Regen durch das schöne kleine Dorf bummeln und Essen gehen.

Das Wetter ist wieder gut und wir folgen weiter der Küstenstraße. Campingplätze sind selten. Auf Höhe der Insel Pog, einige Kilometer vor Zadar, geben wir die Idee bis Split runter zu fahren auf und biegen ins Landesinnere ab. Die Einheimischen haben uns gewarnt, wir sollen die Straßen im Hinterland nicht verlassen wegen der Minen. Nach ein paar Kilometern im Landesinneren können wir auch nachvollziehen warum. In den Dörfern sind die Spuren des Krieges noch sehr gut zu sehen. Zwischen Gospic und Bunic passieren wir eine Hauptkampflinie. Wir sehen eine Gedenktafel für gefallene Soldaten. Wir erreichen Titova Korenica nahe der bosnischen Grenze und halten dann auf Plitvice zu. Auch hier sehen wir noch viele zerstörte Häuser in den Ortschaften. Der Krieg muss furchtbar gewesen sein.

Kurz vor Plitvice machen wir noch einen kleinen Ausflug nach

Bosnien

Um noch ein paar Länderpunkte zu sammeln fahren wir kurz noch nach Bosnien. Die Grenze ist provisorisch eingerichtet und alle schauen recht grimmig durch die Gegend. Kurz hinter der Grenze fällt auf, daß an fast jedem Haus nun Minarette angebaut werden. Wir fahren bis Bihac. Dort sind noch   UN-Truppen stationiert. Alles in allem fühlen wir uns nicht so, wie wenn wir hierbleiben wollten. Also wieder zurück auf der Straße, auf der wir gekommen sind. An der Grenze fertigt uns kopfschüttelnd wieder der gleiche Grenzbeamte ab. Er versucht uns zu fragen warum wir vor einer Stunde nach Bosnien gefahren sind und nun schon wieder heraus. Ich versuche ihm zu erklären, dass wir nach Plitvice zu den Seen wollen. Ob wir uns verstanden haben weiß ich nicht, jedenfalls sind wir wieder in

Kroatien

Wir fahren erst einmal an den Seen vorbei und finden eine kleine private Pension ein paar Kilometer weiter. Hier hatten wir unser nächstes Basecamp. In der Nähe gab es noch ein schnuckeliges kleines Restaurant und ich kam endlich zu meinem gegrillten Spanferkel, von denen ich schon sehnsüchtig einige am Straßenrand gesehen hatte. Am nächsten Tag starteten wir dann die Karl-May - Winnetou - Der Schatz im Silbersee - Gedächtnistour. Wir vermieden, wie so oft, die Haupttouristenroute und näherten uns den wunderschönen Seen über eine kleine Nebenstraße. Dadurch hatten wir eine hervorragenden Blick von oben auf diese echten Naturwunder. Ein Urlaub an diesen Seen ist auf jedenfall empfehlenswert.

Nun wollten wir ja noch weiter und so ging es am nächsten Tag über Karlovac nach Zagreb. Zagreb war die bisher größte Stadt, die wir passierten. Und sie lud auch nicht zum verbleiben ein. War soweit ich es sehen kann eben eine typische Großstadt, wie ich sie mir im Osten immer vorgestellt habe. Ab Zagreb hielten wir durch relativ unspektakuläre Landschaften auf das nächste Land zu. Wir folgten der E36 und erreichten über Varazdin die Grenze bei Modosan nach