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Das ATIC-Meeting in Castellbo Spanien


2001 wenig Zeit für Urlaub. ATIC-Meeting, ATIC, wird in vielen Reiseberichten immer wieder erwähnt. ATIC? Was ist ATIC? ATIC steht für Africa Twin Internetional Connection. Erfunden und gegündet von einem guten Freund aus der Nähe von Stuttgart. ATIC veranstaltet zwei Meetings im Jahr. Wenn wir die Möglichkeit haben fahren wir hin. Die Meetings sind immer außerhalb von Deutschland. Da wir vorher schon auf diversen Meetings waren, diese uns sehr gut gefallen haben, beschlossen wir auch einmal eins für ATIC zu organisieren. Die Wahl für die Location fiel auf

Castellbo, Spanien

Da wir die Organisatoren sind fahren wir früh los, um vor den anderen am Zielort zu sein. Also Freitag nachmittag, gleich nach der Arbeit geht's ab. Von Osnabrück auf die Autobahn und ab durch den Ruhrpott. Wir wollen durch die Eifel fahren, da waren wir lange nicht mehr gewesen. ATIC-üblich haben wir noch einen Treffpunkt mit anderen ATIC's vereinbart, um einen Teil des Weges gemeinsam anzufahren. Diesmal ist die Logistik sehr spannend, denn wir haben uns mit Rhys aus Wales, Adi aus der Schweiz und Micha verabredet. Treffpunkt ist ein kleiner Ort im Rhonetal. Auf der Autobahn geht es gut vorwärts, ist aber wie immer langweilig. Hinter Köln, Richtung Koblenz runter von der Bahn und ab in die Eifel. Am Nürburgring vorbei und ab Richtung Saarland. Schöne Gegend.

Wir erreichen Bitburg und halten nun auf Luxemburg zu. Es dauert nicht lange und wir sind durch Luxemburg durch. Wir gehen wieder auf die Autobahn um noch ein paar Kilometer gutzumachen. Morgen Abend müssen wir ja die anderen Treffen. Zwischen Metz und Nancy steuern wir ein kleines Hotel an. Am nächsten Tag wieder auf die Autobahn und stumpf Richtung Süden. Vorbei an Dijon und weiter. Ein Stück vor Lyon erreichen wir den vereinbarten Treffpunkt in Villfranche Saone. Wir sind die ersten. Ein wenig warten und ein wenig durch die Stadt fahren und tatsächlich, wir sind alle zusammen. Unglaublich, aber es hat gut geklappt. Wir haben die Nase voll von der Autobahn und fahren auf der Landstraße weiter. Wir durchqueren Lyon und folgen weiter der Rhone. Langsam wird es dunkel und im zweiten Anlauf finden wir ein Hotel, in dem alle unterkommen. Noch ein gemütliches Abendessen und ab ins Bett.

Nächster Tag, weiter auf der Landstraße. Regen kommt auf und wir beschließen auf der Autobahn Kilometer zu machen und aus dem Regen raus zukommen. Hinter Orange hört der Regen dann auch auf und es wird richtig warm. Schnell raus aus der Regenpelle. Zwischen Narbonne und Perpignan weht der berüchtigte Fallwind aus den Bergen recht heftig. Es ist äußerst schwer geradeaus zu fahren. Wir reduzieren das Tempo und kämpfen uns durch. Perpignan, das Tor in die Pyrenäeen. Runter von der Autobahn und ab in die Berge. Ich liebe diese Auffahrt in die Berge ungemein. Die Mittelmeerküste als Ausgangspunkt, hinein in ein sehr breites Tal mit schönem Blick auf die Berge. Dann wird das Tal immer enger, schließich zur Schlucht um sich am Ende in wilden Kurven nach oben zu schrauben. Ab Mont-Louis geht es dann durch ein breites Hochtal und Spanien kommt immer näher. Grenzübergang Bourg-Madame - Puigcerda und die gut ausgebaute Bundesstraße mit sehr schönen Kurven bringt uns zügig nach La Seu d'Urgell. Nun sind es nur noch 15 km und die haben es in sich. Eine kleine Straße bringt uns hinauf nach Castellbo Endlich wieder da. Ein großes Hallo von Maria und Ralph aus Wales ist auch schon da. Im Laufe des Nachmittags und der Nacht erreichen noch einige andere den kleinen Camping.

Tour 1

Von Camping wieder runter nach La Seu und rechts auf die Hauptstraße. Ein Stück der Hauptstraße folgen. Durch Adrall, in dem die schöne Paßstraße über den Col de Canto nach Sort abzweigt. 6 km nach Adrall geht eine kleine Straße rechts ab. Dieser folgen wir. Durch den kleinen Ort Noves de Segre durch führt die Teerstraße und führt im Anschluß durch eine schöne Schlucht. Es folgen weitere kleine Dörfer. Die Straße geht in eine Schotterpiste über. An einer kleinen Trinkwasserquelle vor einem Ort an einer Abzweigung nach rechts machen wir kurz Halt und füllen unsere Wasservorräte nach. Wir folgen nun der Piste nach rechts bergauf. Mehrere Kilometer zieht sich die Piste noch oben und gibt immer wieder schöne Blicke über die Umgebung frei. Die Piste endet an der Paßhöhe des Col de Canto. Wir überqueren die Bundesstraße und folgen nun nahtlos der nächsten Piste die uns zu einer kleinen Versorgungshütte in den Bergen bringt. Kaffeepause. Eine geführte Endurogruppe aus Andorra macht ebenfalls hier Rast. Sie staunen über unsere Dickschiffe. :-). ca. 2 km hinter dem Haus kommen wir an die nächste Kreuzung und biegen links ab um zum höchsten Punkt in der Umgebung zu kommen. Nach weiteren 10 km Off-road stehen wir auf dem Gipfel des Orri in 2439m Höhe und genießen die grandiose Aussicht in alle Richtungen. Dann nehmen wir die andere Piste durch das Skigebiet um zur Liftstation zu gelangen. Hier beginnt wieder eine Teerstraße nach unten Richtung Roni. Aber nach ein paar Kilometern biegen wir wieder rechts in eine Piste ab, die uns zum Hausberg von Castellbo, den Sant Joan de l'Ern auf 1720m bringt. Wir genießen einen weiteren hervorragenden Cafe con Lecce. Die Hütte hier dient vielen als Ausgangspunkt für Montainbiketouren oder zum Ski wandern. Vor dem Haus sind mehrere Grillmöglichkeiten vorhanden. 5 Pisten stehen zur Auswahl. Wir sind sie natürlich alle schon gefahren. Für heute ist es genug und wir fahren zurück nach Castellbo um den Abend zu genießen.

Tour 2

Los geht's wieder runter nach Montferrer i Castellbo an der Hauptstraße. Wieder rechts weg und durch Adrall durch. Dann machen wir das, was ich im Urlaub am liebsten mache. Wir biegen an der nächsten Möglichkeit links ab und schauen mal was es wird. Eine Piste durch eine schöne Schlucht, wie so oft. Sie bringt uns nach Castellar de Tost. Wir versuchen weiter unser Glück und folgen einer Piste. Diese wird zunehmend schlechter. Irgendwann ist keine Piste mehr vorhanden, und wir stehen auf einer großen Wiese, die in einem zu steilen Hang endet. Das GPS von Rhys zeigt eine Straße in ca. 3 km Entfernung, aber wir haben keine Chance durchzukommen. Also den ganzen Weg wieder zurück. Spaß hatten wir trotzdem. Wieder an der Hauptstraße biegen wir wieder links ab und ca. 5 km später verlassen wir wieder die Hauptstraße, biegen links ab und schrauben uns über Serpentinen nach oben. Von Montan aus in die Sierra del Cadi. Gleich hinter Montan beginnt die Schotterpiste, die uns über Sorribes nach Tuixen  bringt. In einem der Touristencafes genießen wir ... Cafe natürlich. Von Tuixen führt nun eine Teerstraße über Port del Comte zum Coll de Jou. Wir genießen die Aussicht in das dahinter liegende Flachland und füllen Wasser am vorhandenen Brunnen nach. Dann folgen wir der kurvenreichen Straße um wieder auf unsere Hauptstraße zu gelangen. Diese erreichen wir ca. 5 km unterhalb unseres Einstiegspunkts in die Sierra del Cadi. 30 km später sind wir wieder auf unserem Campingplatz.